Bild vom Gottesgarten am Obermain

Schon der Dichter des Frankenlieds, Victor von Scheffel, hat beim Anblick unserer wunderbaren Gegend den Wunsch verspürt, fliegen zu können. Denn so lässt sich schnell ein Überblick gewinnen. Zumindest virtuelle „Flügel“ wollen wir Ihnen mit dieser Seite verleihen.

Sie finden hier Informationen zum christlichen Leben in unserem Dekanat, in den 20 Kirchengemeinden und zu deren vielfältigen Angeboten.

Wir hoffen, dass Sie die Informationen, die Sie suchen, wie im Flug finden. Gerne stehen wir Ihnen auch per E-Mail, telefonisch oder zu einem persönlichen Gespräch zur Verfügung.

Aktuelle Nachrichten und Berichte aus dem Dekanat

„Menschen in der Pflege 2019“

Nadja Stöcker, Pflegedienstleitung der Diakoniestation in Michelau
Nadja Stöcker, Pflegedienstleitung der Diakoniestation in Michelau

Sie sind die Engel am Krankenbett. Sie helfen und hören zu. Sie haben´s oft nicht einfach, ihre Arbeit ist mehr als ein Job und den machen sie mit Leidenschaft: die Menschen in der Pflege.

Im kommenden Jahr begleitet Marc Peratoner einige von ihnen, spricht mit ihnen: über die Berufswahl, den Arbeitsalltag, den Spass an der Arbeit, die Herausforderung oder die Gründe dabei zu bleiben.

Heute mit: Nadja Stöcker, der Pflegedienstleitung der Diakoniestation in Michelau.
 

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Das Interview mit Nadja Stöcker2.73 MB

Willkommenstag für neue Mitarbeitende in Kirche

Willkommenstag Michelau Foto: Joachim Wegner
Willkommenstag Michelau Foto: Joachim Wegner

Premiere im Dekanat Michelau

Manche der Teilnehmenden sind erst ganz kurz am neuen Arbeitsplatz angekommen, manche bereits vor einigen Monaten, weil sie schon seit Anfang des Jahres an der neuen Stelle begonnen haben. Alle waren eingeladen zum ersten Willkommenstag für neue Mitarbeitende im Evangelisch-Lutherischen Dekanat Michelau.

Ihr Arbeitsplatz befindet sich in einer Kirchengemeinde, einer kirchlichen Einrichtung oder einem der vielfältigen Aufgabenfelder des Dekanats. Die Willkommenstage sind durch Beschluss der Arbeitsrechtlichen Kommission für alle „Neuen“ in Kirche und Diakonie in ganz Bayern verpflichtend, unabhängig von Beruf, Arbeitsfeld und Religionszugehörigkeit.

Durch dieses Angebot sollen sie gut in ihre Tätigkeit hineinfinden und mehr über ihren neuen Dienstgeber erfahren: Unter der Leitung von Joachim Wegner vom Evangelischen Bildungswerk und Pfarrer Helmuth Bautz erfuhren 22 Teilnehmende nun im Martin-Luther-Gemeindezentrum in Michelau, wie sich Kirche und Diakonie selbst verstehen, worauf sie sich gründen, was sie bewegt und leitet.

Sie waren eingeladen, ihre Vorstellungen ihre Erfahrungen mit Kirche ins Gespräch zu bringen. Dies galt in gleicher Weise für diejenigen, die sich als evangelische Christen verstehen, ebenso wie Zugehörige anderer ACK- Religionen und auch Muslimen bzw. denjenigen, die sich von Kirche entfernt haben.

Der Tag wurde durch Joachim Wegner und Helmuth Bautz für die Teilnehmenden kurzweilig und ganzheitlich gestaltet: Eine bunte Mischung aus Kennenlernen, Informationen, Austausch und spirituellen Impulsen, bei der auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kam. Viel Freude hatten die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, als es darum ging, teamorientiert zu lernen.

Der Mensch ist (k)eine Ware - Ausstellungseröffnung in Lichtenfels

Durch Digitalisierung und Roboter wird sich unsere Arbeitswelt grundlegend verändert. Lebenslange Arbeitsverhältnisse werden in Zukunft die Ausnahme sein. Das wird die Tragfähigkeit des Sozialstaates hart auf die Probe stellen.

In den letzten 30 Jahren hat sich unser Sozialsystem bereits dem Diktum des Marktes angepasst. Eine Ausstellung des Evangelischen Bildungswerks (EBW) unter dem Titel „Der Mensch ist (k)eine Ware“ konfrontiert die Besucher im Myconiushaus mit der sozialen Wirklichkeit der Gegenwart und stellt einen christlichen Entwurf gegenüber: Allein der Mensch zählt.

Bei der Eröffnung im evangelischen Gemeindehaus, die vom Flötenensemble des EBW unter der Leitung von Dorothea Lintzeyer musikalisch umrahmt wurde, erinnerte EBW-Geschäftsführer Joachim Wegner in seiner Einführung anschaulich an die überschaubare Grenzlandzeit in Oberfranken vor der Wende 1989. Vom Grenzland wurde Franken nach Mauerfall und Wandel Europas zur Mitte Deutschlands.

Zur Eröffnung der Ausstellung über den Wert des Menschen in unserer Gesellschaft umrahmte das Flötenensemble des Evangelischen Bildungswerks die Vernissage im Myconiushaus Foto: Joachim WegnerEs wurde von der Globalisierung genauso betroffen wie zentrale Regionen. Zur Veränderung des Lebens hat dabei vor allem in den letzten 20 Jahren die aktuelle Variante der Kapitalismus, der sogenannte „Neoliberalismus“, beigetragen. Die Privatisierung von Gemeingütern wie Eisenbahn, Energie- und Wasserversorgung, Krankenhäuser und auch Bildungseinrichtungen und die Doktrin des Marktes haben ein Welt- und Menschenbild geschaffen, das alles dem Wettbewerb, der Rendite und der Gewinnmaximierung unterwirft.

Sogar den Menschen, dem man der Bedarfsquantifizierung gemäß höchstens eine Selbstoptimierung als Individuum zugesteht, ansonsten aber als Ware missbraucht. Das Maß der Dinge ist nicht mehr der Mensch, sondern die Profitmaximierung. Man orientiert sich an dem von Wirtschaft und Politik festgelegten Bedarf, und nicht an den Bedürfnissen der Betroffenen.

Joachim Wegner setzte dieser Vermarktung des Menschen das Leben als von Gott gegebenen Maßstab entgegen, dessen Einzigartigkeit in seiner ganzheitlichen individuellen Entfaltung und Freiheit gefördert werden muss. Zu den christlichen Grundüberzeugungen gehört, dass Gott alle Menschen nach seinem Bild geschaffen und ihnen so eine unantastbare Würde gegeben hat.

„Deshalb wenden wir uns entschieden gegen die Reduzierung des Menschen zur Ware durch neoliberales Denken und Wirtschaften.“ betonte Joachim Wegner. Wo Menschen nur nach ihren Nutzen und Wert für die Wirtschaft, Wachstum und vor allem Profit beurteilt werden, wird deren Menschenwürde und Gottesebenbildlichkeit verletzt, ihre fundamentalen Menschenrechte werden dann mit Füßen getreten. „Das Wirtschaften sollte im Dienst des Lebens und des Wohls aller Menschen stehen und nicht umgekehrt.“

Da die Würde des Menschen bedingungslos ist, sei sie ein unbedingter Grund aller menschlichen Orientierung zur Befreiung des Menschen aus seinen praktischen Zwängen. Es reiche nicht aus, „die“ Wirtschaft und Politik pauschal anzugreifen, Die Menschen müssten sich vielmehr im Sinne gelebter Demokratie aktiv beteiligen und ihre Meinung den Lenkern und Akteuren unseres Landes kundtun.

„Mit Strich und Faden“ – Familienwochenende in Neukirchen bei Coburg

Zwölf Familien verbrachten ein erlebnisreiches Wochenende Foto:Joachim Wegner
Zwölf Familien verbrachten ein erlebnisreiches Wochenende Foto:Joachim Wegner

Ein Wochenende gemeinsam mit der Familie verbringen, Interessantes und Spannendes zum Thema „Mit Strich und Faden“ erfahren, unterschiedliche Kreativtechniken erarbeiten und viel Unterhaltsames genießen, das sind die Höhepunkte eines Familienwochenendseminars in der Evangelischen Jugendbildungsstätte in Neukirchen bei Coburg gewesen.

Zwölf Familien waren der Einladung der evangelischen Kirchengemeinde Lichtenfels, der Evangelischen Jugend und des Evangelischen Bildungswerkes gefolgt und hatten sich auf den Weg gemacht, um es sich in der Evangelischen Jugendbildungsstätte in Neukirchen bei Coburg nach Strich und Faden gut gehen zu lassen.

Zum Einstieg in das Wochenende, das von Dekanatsjugendreferent Reiner Babucke, Martina und Joachim Wegner sowie von Pfarrerin Anne Salzbrenner und Christine Babucke vorbereitet worden war und viel Wissenswertes, Kreatives, Musikalisches und Entspannendes zum Thema beinhaltete, gestalteten die Familien jeweils ein Familienmobile.
Die Mobiles machten deutlich, dass Familien ganz unterschiedlich und in verschiedenen Phasen immer in Bewegung sind. Eltern und Kinder müssen sich immer wieder an unterschiedliche Situationen anpassen.

Am Samstagvormittag konnten sich die Teilnehmer in mehreren Workshops ausprobieren: In einer Gruppe lernten sie, dass es vielfältige Knoten gibt, die Seile auf unterschiedliche Weise verbinden. Korrekt gelegt und festgezogen können starke Taue sogar große Schiffe an der Hafenmauer festhalten und je nach Wasserstand schwingen lassen. Dünne Garne konnten unter Anleitung von Leonie Braun von Groß und Klein zu Freundschaftsbändern geknüpft werden.

Musik zum Ende des Kirchenjahres

 Lorenz-Bach-Chor Foto:Joachim Wegner
Lorenz-Bach-Chor Foto:Joachim Wegner

Mit dem Requiem von Charles Gounod brachte der Lorenz-Bach-Chor unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Klaus Bormann am Totensonntag ein eher selten aufgeführtes Werk des französischen Kirchenmusikers zu Gehör.

Eine Musik, die an die menschliche Vergänglichkeit erinnert und die aber auch erfüllt ist von der christlichen Hoffnung, dass der Tod nicht das letzte Wort hat, sondern die Seelen dereinst Ruhe finden werden im Lichte Gottes. Diesen Trost wünschte Dekanin Stefanie Ott-Frühwald den zahlreichen Zuhörern in der Martin-Luther-Kirche zum Ende des Kirchenjahres.

Zunächst jedoch griff der Chorleiter selbst in die Tasten der Orgel und stimmte die Orgelsonate Nr. 6 in d-Moll op. 65 von Felix Mendelssohn-Bartholdy an. In dem bedeutenden Orgelwerk erklangen kunstvolle Variationen über das Lied „Vater unser im Himmelreich“, abgeschlossen von einem fast himmlisch schönen, ruhigen Finalsatz. Der zugrunde liegende Choral stammt aus der Feder von Martin Luther.

Der am 3. Februar 1809 in Hamburg geborene Komponist Felix Mendelssohn-Bartholdy gilt als einer der bedeutendsten Künstlerpersönlichkeiten im Europa des 19. Jahrhunderts.

Er wuchs er in Berlin auf, wo er eine umfassende humanistische Bildung erhielt. Außergewöhnlich früh zeigte sich seine herausragende musikalische Begabung, die von namhaften Lehrern gefördert wurde. Mendelssohns Musik ist voll dieser Einflüsse: die Tempi seiner Werke sind hoch, seine thematischen Interessen konzentrieren sich auf mythologische und religiöse Themen. Machtvoll und mild interpretierte Klaus Bormann den Choral „Vater unser im Himmelreich“ mit den Variationen.

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