Aktuelle Nachrichten und Berichte aus dem Dekanat

Hort „Kids mit Grips“ Seubelsdorf läutet die Adventszeit ein

Adventsfeier
Adventsfeier

Am Freitag, 30.11. veranstaltete der Hort Seubelsdorf im Schützenhaus in Lichtenfels ihren traditionellen Adventsnachmittag.

Nach langer Vorfreude und vielen Proben konnten die Kinder des Hortes sich auf 120 Gäste, darunter Eltern und Verwandte, Lehrer der Grundschule am Markt/Seubelsdorf und Vertreter des Evang.-Luth. Dekanats Michelau (Träger des Hortes) freuen.

Der Mensch ist (k)eine Ware - Ausstellungseröffnung in Lichtenfels

Durch Digitalisierung und Roboter wird sich unsere Arbeitswelt grundlegend verändert. Lebenslange Arbeitsverhältnisse werden in Zukunft die Ausnahme sein. Das wird die Tragfähigkeit des Sozialstaates hart auf die Probe stellen.

In den letzten 30 Jahren hat sich unser Sozialsystem bereits dem Diktum des Marktes angepasst. Eine Ausstellung des Evangelischen Bildungswerks (EBW) unter dem Titel „Der Mensch ist (k)eine Ware“ konfrontiert die Besucher im Myconiushaus mit der sozialen Wirklichkeit der Gegenwart und stellt einen christlichen Entwurf gegenüber: Allein der Mensch zählt.

Bei der Eröffnung im evangelischen Gemeindehaus, die vom Flötenensemble des EBW unter der Leitung von Dorothea Lintzeyer musikalisch umrahmt wurde, erinnerte EBW-Geschäftsführer Joachim Wegner in seiner Einführung anschaulich an die überschaubare Grenzlandzeit in Oberfranken vor der Wende 1989. Vom Grenzland wurde Franken nach Mauerfall und Wandel Europas zur Mitte Deutschlands.

Zur Eröffnung der Ausstellung über den Wert des Menschen in unserer Gesellschaft umrahmte das Flötenensemble des Evangelischen Bildungswerks die Vernissage im Myconiushaus Foto: Joachim WegnerEs wurde von der Globalisierung genauso betroffen wie zentrale Regionen. Zur Veränderung des Lebens hat dabei vor allem in den letzten 20 Jahren die aktuelle Variante der Kapitalismus, der sogenannte „Neoliberalismus“, beigetragen. Die Privatisierung von Gemeingütern wie Eisenbahn, Energie- und Wasserversorgung, Krankenhäuser und auch Bildungseinrichtungen und die Doktrin des Marktes haben ein Welt- und Menschenbild geschaffen, das alles dem Wettbewerb, der Rendite und der Gewinnmaximierung unterwirft.

Sogar den Menschen, dem man der Bedarfsquantifizierung gemäß höchstens eine Selbstoptimierung als Individuum zugesteht, ansonsten aber als Ware missbraucht. Das Maß der Dinge ist nicht mehr der Mensch, sondern die Profitmaximierung. Man orientiert sich an dem von Wirtschaft und Politik festgelegten Bedarf, und nicht an den Bedürfnissen der Betroffenen.

Joachim Wegner setzte dieser Vermarktung des Menschen das Leben als von Gott gegebenen Maßstab entgegen, dessen Einzigartigkeit in seiner ganzheitlichen individuellen Entfaltung und Freiheit gefördert werden muss. Zu den christlichen Grundüberzeugungen gehört, dass Gott alle Menschen nach seinem Bild geschaffen und ihnen so eine unantastbare Würde gegeben hat.

„Deshalb wenden wir uns entschieden gegen die Reduzierung des Menschen zur Ware durch neoliberales Denken und Wirtschaften.“ betonte Joachim Wegner. Wo Menschen nur nach ihren Nutzen und Wert für die Wirtschaft, Wachstum und vor allem Profit beurteilt werden, wird deren Menschenwürde und Gottesebenbildlichkeit verletzt, ihre fundamentalen Menschenrechte werden dann mit Füßen getreten. „Das Wirtschaften sollte im Dienst des Lebens und des Wohls aller Menschen stehen und nicht umgekehrt.“

Da die Würde des Menschen bedingungslos ist, sei sie ein unbedingter Grund aller menschlichen Orientierung zur Befreiung des Menschen aus seinen praktischen Zwängen. Es reiche nicht aus, „die“ Wirtschaft und Politik pauschal anzugreifen, Die Menschen müssten sich vielmehr im Sinne gelebter Demokratie aktiv beteiligen und ihre Meinung den Lenkern und Akteuren unseres Landes kundtun.

„Mit Strich und Faden“ – Familienwochenende in Neukirchen bei Coburg

Zwölf Familien verbrachten ein erlebnisreiches Wochenende Foto:Joachim Wegner
Zwölf Familien verbrachten ein erlebnisreiches Wochenende Foto:Joachim Wegner

Ein Wochenende gemeinsam mit der Familie verbringen, Interessantes und Spannendes zum Thema „Mit Strich und Faden“ erfahren, unterschiedliche Kreativtechniken erarbeiten und viel Unterhaltsames genießen, das sind die Höhepunkte eines Familienwochenendseminars in der Evangelischen Jugendbildungsstätte in Neukirchen bei Coburg gewesen.

Zwölf Familien waren der Einladung der evangelischen Kirchengemeinde Lichtenfels, der Evangelischen Jugend und des Evangelischen Bildungswerkes gefolgt und hatten sich auf den Weg gemacht, um es sich in der Evangelischen Jugendbildungsstätte in Neukirchen bei Coburg nach Strich und Faden gut gehen zu lassen.

Zum Einstieg in das Wochenende, das von Dekanatsjugendreferent Reiner Babucke, Martina und Joachim Wegner sowie von Pfarrerin Anne Salzbrenner und Christine Babucke vorbereitet worden war und viel Wissenswertes, Kreatives, Musikalisches und Entspannendes zum Thema beinhaltete, gestalteten die Familien jeweils ein Familienmobile.
Die Mobiles machten deutlich, dass Familien ganz unterschiedlich und in verschiedenen Phasen immer in Bewegung sind. Eltern und Kinder müssen sich immer wieder an unterschiedliche Situationen anpassen.

Am Samstagvormittag konnten sich die Teilnehmer in mehreren Workshops ausprobieren: In einer Gruppe lernten sie, dass es vielfältige Knoten gibt, die Seile auf unterschiedliche Weise verbinden. Korrekt gelegt und festgezogen können starke Taue sogar große Schiffe an der Hafenmauer festhalten und je nach Wasserstand schwingen lassen. Dünne Garne konnten unter Anleitung von Leonie Braun von Groß und Klein zu Freundschaftsbändern geknüpft werden.

Musik zum Ende des Kirchenjahres

 Lorenz-Bach-Chor Foto:Joachim Wegner
Lorenz-Bach-Chor Foto:Joachim Wegner

Mit dem Requiem von Charles Gounod brachte der Lorenz-Bach-Chor unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Klaus Bormann am Totensonntag ein eher selten aufgeführtes Werk des französischen Kirchenmusikers zu Gehör.

Eine Musik, die an die menschliche Vergänglichkeit erinnert und die aber auch erfüllt ist von der christlichen Hoffnung, dass der Tod nicht das letzte Wort hat, sondern die Seelen dereinst Ruhe finden werden im Lichte Gottes. Diesen Trost wünschte Dekanin Stefanie Ott-Frühwald den zahlreichen Zuhörern in der Martin-Luther-Kirche zum Ende des Kirchenjahres.

Zunächst jedoch griff der Chorleiter selbst in die Tasten der Orgel und stimmte die Orgelsonate Nr. 6 in d-Moll op. 65 von Felix Mendelssohn-Bartholdy an. In dem bedeutenden Orgelwerk erklangen kunstvolle Variationen über das Lied „Vater unser im Himmelreich“, abgeschlossen von einem fast himmlisch schönen, ruhigen Finalsatz. Der zugrunde liegende Choral stammt aus der Feder von Martin Luther.

Der am 3. Februar 1809 in Hamburg geborene Komponist Felix Mendelssohn-Bartholdy gilt als einer der bedeutendsten Künstlerpersönlichkeiten im Europa des 19. Jahrhunderts.

Er wuchs er in Berlin auf, wo er eine umfassende humanistische Bildung erhielt. Außergewöhnlich früh zeigte sich seine herausragende musikalische Begabung, die von namhaften Lehrern gefördert wurde. Mendelssohns Musik ist voll dieser Einflüsse: die Tempi seiner Werke sind hoch, seine thematischen Interessen konzentrieren sich auf mythologische und religiöse Themen. Machtvoll und mild interpretierte Klaus Bormann den Choral „Vater unser im Himmelreich“ mit den Variationen.

Offene Ganztagsschule goes to Munich

Foto Agnes OttaAm 15.11.2018 war es endlich soweit.

Das pädagogische Personal der Offenen Ganztagsschule (OGS) an der Herzog-Otto-Mittelschule in Lichtenfels (HOS) folgte der Einladung der Projektkoordinatorin Jessica Schleinkofer, die für (Bildung für nachhaltige Entwicklung trifft Jugendsozialarbeit) arbeitet, und machten sich auf den Weg nach München.

Dort ging es um den Erfahrungsaustausch zwischen den Fachkräften der 12 ausgewählten und bezuschussten Projekte für Umweltbildung. 

Womit die OGS in München glänzen konnte, war die Präsentation des Fotoprojekts „Mainau im Fokus“. Dies ist ein Gemeinschaftsprojekt des Bundnaturschutz in Bayern, Kreisgruppe Lichtenfels, dem freiberuflichen Umweltpädagogen Jan Ebert und der Offenen Ganztagsschule in Trägschaft des evangelisch- lutherischen Dekanats Michelau, OGS der HOS unter der Leitung der Erzieherin Anette Teubner.

Während des laufenden Schuljahres 2018/19 sollten die Schüler mit Kameras verschiedene Bereiche des naturbelassenen Grundstück (ein etwa 8500qm großes Grundstück in der Mainau, welches von Bundnaturschutz Lichtenfels im Jahr 2012 aufgekauft wurde) fotografieren und die Veränderungen dokumentieren.

Der Höhepunkt für die Schüler wird die Ausstellung ab 03.12. - 14.12.2018 in der Kreissparkasse Lichtenfels sein.
Wer neugierig geworden ist und sich für die Natur interessiert, ist herzlich dazu eingeladen.

Für das pädagogische Personal Anette Teubner, Agnes Otta und Carola Hirle, war der Tag in München sowohl eine Bereicherung für den pädagogischen Alltag der Arbeit in der OGS als auch eine große Anerkennung seitens des Umweltministeriums. 

 

 

 

„Ihr habt meiner Tochter Zukunft geschenkt!“- Asante sana!

Große Freude - ein neuer Rucksack
Große Freude - ein neuer Rucksack

In gebrochenem Englisch und Tränen in den Augen bedankt sich Elireema Nassari für den lila Schulrucksack, den ihre Tochter Joy stolz auf dem Rücken trägt.

Damit sei bei Elireema das eigentliche Ziel der Schulrucksackaktion erreicht, sagt Dekanatsmissonspfarrer Andreas Neeb aus Gemünda. Die Grundausstattung an Schulmaterial, die alle Erstklasskinder im Partnerdekanat zusammen mit einem lila Rucksack geschenkt bekommen, solle den Eltern der Erstklasskinder als Anreiz dienen.

„Ich weiß noch gut, wie stolz ich war, als meine Kinder erste Worte und Zahlen in ihre Schulhefte schrieben“, sagt der Vater von zwei inzwischen erwachsenen Kindern.

Dann fügt er hinzu: „Ich möchte, dass die Eltern in unserem Partnerdekanat den gleichen Stolz empfinden. Denn wer so fühlt, wird seinem Kind neues Schulmaterial kaufen, wenn die Hefte aus unseren Schulrucksäcken längst vollgeschrieben sind.“

Bildung, so ist man im Partnerkomitee des Evang.-Luth. Dekanats Michelau überzeugt, ist die nachhaltigste Form von Entwicklungshilfe. Auch trägt eine gute Bildung dazu bei, Menschen in ihrem eigenen Land eine Zukunft zu schaffen. So bekämpft Bildungsarbeit auch Fluchtursachen.

Daher gehört Bildungsförderung zu den drei wesentlichen Arbeitsbereichen in der Partnerschaft zwischen dem Dekanat Michelau und dem Ost-Dekanat der Meru Diözese im Norden von Tansania.

Jährlich werden im Partnerdekanat etwa 1500 Kinder eingeschult. Die Schulrucksackaktion soll den Kindern den Start ins Schulleben erleichtern.

Alle Kinder freuen sich über die neuen Rucksäcke
Ein Schulrucksack enthält neben einer Grundausstattung an Schulmaterial (Hefte, Bleistifte, Lineal, Spitzer und Radierer) auch ein Essgeschirr, was den Kindern die Teilnahme an der Schulverpflegung ermöglicht.

Für 18 Euro kann ein Schulrucksack über jede Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde des Dekanatsbezirks Michelau erstanden werden. Das Dekanat sorgt für den Transport nach Tansania. Auch Schulen und andere Einrichtungen beteiligen sich an der Aktion. Seit mehreren Jahren packen die Logistik-Klassen der Staatlichen Berufsschule Lichtenfels einen Großteil der Schulrucksäcke zum Transport nach Tansania und führen gleichzeitig eine Spendenaktion in allen Klassen ihrer Schule durch. Die Schulrucksäcke werden dann Mitte Januar nach Tansania geflogen und dort an die Erstklasskinder im Partnerdekanat verteilt.
 

Qualität in der Kinderbetreuung – Fortbildungen sind unverzichtbar

Qualitative gute Kinderbetreuung durch kompetente Mitarbeitende – dafür stehen die beiden
Dekanate Kronach-Ludwigsstadt und Michelau.

Deshalb gibt es auch ein eigenes auf die Interessen der Einrichtungen und Mitarbeitenden ausgerichtetes Fortbildungsprogramm. Dieses wurde im Jahr 2018 mit insgesamt knapp 400 Teilnehmenden sehr gut angenommen.

Einige der 19 angebotenen Seminare waren:

  • Kinder mit Entwicklungsschwierigkeiten  -Auffälligkeiten erkennen und die Kinder hilfreich begleiten
  • Religionspädagogik auf den Punkt gebracht - Ansätze und Gestaltungsmöglichkeiten für Ihre Einrichtung
  • Stark und entspannt dem Arbeitsalltag begegnen - Ein praktischer Handwerkskoffer zum Mitnehmen
  • Erfolgreiche Elterngespräche - kompetent und sicher kommunizieren
  • Du hast mir gar nichts zu sagen! Umgang mit herausfordernden Situationen
  • Der Sprache der Kinder ein Gehör schenken - Dialoge in der Krippe gestalten
  • Übergang Krippe – Kindergarten erfolgreich begleiten
  • … und vieles mehr

Wer guckt denn da aus seinen Kulleraugen?

Während der diesjährigen Kennenlernwanderung des Kinderhorts am Veitsberg konnte ein echter – wenn auch ausgestopfter – Biber bewundert werden.

Bei strahlendem Sonnenschein begaben sich das Team, sowie alle interessierten Familien des Hortes am Veitsberg in Ebensfeld auf den Weg nach Prächting.

Besser kennen lernen konnten sich die Familien hierbei nicht nur durch Gespräche, sondern auch durch vorbereitete Steckbriefe. Am Biberdamm vergnügten wir uns mit einem passenden Quiz.

Wussten Sie zum Beispiel, dass Biber bis zu 39 kg schwer werden können? Oder dass er mit einer Hautfalte beim Tauchen seine Nase verschließen kann?

In Prächting angekommen erwartete die Kinder am Landgasthof Hummel das Highlight der Wanderung – der Biber, welcher vom Landratsamt Lichtenfels geliehen wurde. Dieser durfte sogar von den Kindern gestreichelt werden. Bei leckerem Essen und Getränken klang der Nachmittag  aus.

Ein herzliches Dankeschön gilt der Familie Hartmann für die tolle Bewirtung im Landgasthof Hummel, sowie dem Landratsamt  Lichtenfels für das Ausleihen des Bibers.

Sommerferien und Schulstart

Hort Schney
Hort Schney

Der vergangene Sommer hat seinem Namen alle Ehre gemacht! Wir hatten sehr schöne heiße, zum Teil aber auch zu trockene Ferientage, die man am besten im oder am Wasser verbringen konnte.

Wie gut, dass wir genügend davon haben und es wertschätzen konnten.

Im Hort war das Angebot an Aktivitäten sehr groß. Von Minigolf in Lichtenfels, einer Kräuterexkursion nach Witzmannsberg, Spielplatzbesuchen in Schney und Oberwallenstadt, Fußballgolf in Grundfeld, den Fahrten nach Saalfeld zu den Feengrotten oder nach Tambach in den Wildpark, über Tischtennis-Schnuppern bis hin zum Erste-Hilfe-Kurs für Kinder, war alles dabei.

Auch das frei gewählte Spiel im Gruppenraum und auf dem Pausehof kam nicht zu kurz.

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