Miteinander und für einander Gutes bewirken

Die neuen Mitglieder der Dekanatsjugendkammer (vorne) bekamen den Segen für ihre Aufgaben.
Die neuen Mitglieder der Dekanatsjugendkammer (vorne) bekamen den Segen für ihre Aufgaben.

Drei Arbeitsfelder des Evang-Luth. Dekanats Michelau hatten die Synodalen bei ihrer Frühjahrsversammlung Mitte März in Michelau im Blick: die Dekanatsjugend, die Frauenarbeit und die Angebote der Gesamtverwaltungsstelle. Unter dem Motto „So arbeiten wir im Dekanat zusammen“ informierten sich die Vertreter der Kirchengemeinden einen Tag lang über die aktuelle Lage. In Arbeitsgruppen prüften sie, was sie miteinander und für einander tun können.

Das Programm begann traditionell mit einem Gottesdient in der Johanneskirche. Bei dieser Gelegenheit erbat Dekan Johannes Grünwald Gottes Segen für die neu gewählten Mitglieder der Dekanatsjugendkammer. Er legte Laura Bautz, Jenny Kuschick, Michael Herán, Lucia Herold, Tom Schorn, Paul Vincent und Lea Scherr die Hand auf und führte sie in ihr Amt ein. Gleiches galt auch für den neuen pädagogischen Leiter der Schulkindbetreuung im Dekanat Michelau, Andreas Förster.

Im Gemeindezentrum eröffnete die Jugend den Reigen der Vorträge. Reiner Babucke und Michael Heran erläuterten den Synodalen die Struktur der Jugendvertretung in der Landeskirche. Neben den gewählten jugendlichen Mitgliedern ergänzen die Hauptamtlichen Marco Schindler, Helmuth Bautz, Damaris Kühner und Reiner Babucke die Jugendkammer, die sich als ausführendes Organ des Dekanatskonvents versteht.

Freizeiten und Mitmach-Zirkus

Der Schwerpunkt der Aktivitäten liegt auf der Mitarbeiterbildung, vor allem in der Stärkung der Persönlichkeit, im Vermitteln von "Handwerkszeug" für die Arbeit mit Gruppen und auf dem Erwerb bestimmter Kompetenzen. Die Stärkung des Glaubens steht im Mittelpunkt spiritueller Angebote, wie dem "Gottesdienst auf Wanderschaft", mit dem die Jugendlichen durch die Kirchengemeinden touren. Große Resonanz finden die Freizeitangebote der Jugend, die nicht nur in heimischen Gefilden stattfinden, sondern regelmäßig auch ins Ausland führen. Als sommerlichen Höhepunkt hob Reiner Babucke den Kinder-Mitmach-Zirkus in Mitwitz hervor. Nicht unerwähnt blieb auch der Jugendaustausch mit der Partnerdiözese Meru in Tansania, der weiterhin intensiviert werden soll. In diesem Jahr reist eine Delegation aus dem Dekanat Michelau in das afrikanische Land und will dabei neue Freundschaften schließen.

Das Frauenfrühstück ist der "Renner"

Für die Frauenarbeit im Dekanat Michelau berichtete Gabriele Beier über ein breites Aufgabenspektrum. Im Dekanat Michelau konzentriert es sich auf die Stärkung der Kontakte zwischen den Ehren- und den Hauptamtlichen und auf die Förderung einer gerechten Gemeinschaft von Frauen und Männern. Regelmäßig besuchen etwa 30 Frauen den Kontaktfrauentreff, um sich gegenseitig über die Arbeit in den Kirchengemeinden auszutauschen und sich fortzubilden. Als „Renner“ unter den Angeboten bezeichnete Gabriele Beier die Frauenfrühstücke, die zum Teil lange etabliert sind und sich größter Beliebtheit erfreuen. Mit einem Ehepaar-Seminar sei man auch auf die Männer zugegangen. Die fehlenden Angebote für Männer würden jedoch als Defizit empfunden.

Dienstleister für die Gemeinden

Eine Vielzahl von Aufgaben hat die Gesamtverwaltungsstelle (GVST) in Michelau zu bewältigen. Deren stv. Leiter, Martin Pietz, bezeichnete die Einrichtung als kirchlichen Dienstleister für die 43 Gemeinden in den Dekanaten Kronach-Ludwigsstadt und Michelau. In einem Gebiet von Zapfendorf im Landkreis Bamberg bis Lauenstein an der thüringischen Grenze werden 550 Mitarbeiter verwaltet, 27 Kindertagesstätten mit 1.800 Kindern und 270 Mitarbeiterinnen betreut. In diesem Gebiet sind 170 kirchliche Gebäude zu unterhalten und instand zu setzen. Derzeit laufen etwa 100 Maßnahmen parallel - von der Ideenfindung bis hin zur Endabrechnung. Die GVST ist auch für die Buchhaltung und Finanzierung der laufenden Haushalte zuständig. Hier werden alljährlich in 60.000 Buchungen rund 27 Millionen Euro bewegt. Meldewesen, Kirchgeldverwaltung, Fundraising und Schulkindbetreuung nannte Pietz als weitere Aufgaben seiner Einrichtung.

Die Synodalen in ihren Arbeitsgruppen.

Nach intensiver Beschäftigung mit den drei Arbeitsbereichen in einzelnen Gruppen machte Pfarrerin Anne Salzbrenner deutlich, dass die Rolle von Männern und Frauen in den Gremien stärker in den Blick genommen werden sollte. Zur Stärkung der Männerarbeit wurden Stammtische und Männerkreise in den Gemeinden empfohlen.

Der Arbeit der Verwaltungsstelle zollte Pfarrer Matthias Hain großes Lob und Anerkennung. Die Einrichtung habe viele Pflichtaufgaben der Gemeinden übernommen und entlaste damit die Pfarrer. Dass die Angebote zudem ständig erweitert würden, sei höchst erfreulich.

Für die Arbeitsgruppe, die sich mit der Jugendarbeit beschäftigte, sprach Pfarrer Heinz Geyer. Da die Jugendlichen heute in viel stärkerem Maße als früher in Schule und Betrieb eingebunden seien, habe dies auch Folgen für die kirchliche Jugendarbeit und ihre Angebote.

Ein neuer Pfarrer in Strössendorf

Zum Abschluss der Tagung erstattete Dekan Johannes Grünwald seinen Rechenschafts­bericht. Er zeigte sich erfreut, dass mit Pfarrer Christian Brecheis die Pfarrstelle in Strössendorf/Altenkunstadt wieder besetzt werden konnte. Mit Helen Wich-Herrlein ist das Dekanatsbüro personell erweitert worden. Der Dekan machte die Entwicklung der Seelenzahlen deutlich und zeigte sich insbesondere mit dem Eingang des Kirchgelds zufrieden. Auch die Spendenbereitschaft erwähnte er lobenswert.

Zwei spirituelle Angebote sind derzeit im Dekanat zu finden. Es sind dies zum einen die ökumenischen Alltagsexerzitien, die in diesem Jahr unter dem Motto „Getröstet leben“ stehen, andererseits verschiedene Glaubenskurse in Lichtenfels, Michelau, Redwitz, Mitwitz und Gemünda.

20 Jahre Partnerschaft mit Meru

Nachdem die Partnerschaft des Dekanats Michelau mit der Merudiözese in Tansania vor 20 Jahren ins Leben gerufen wurde, sind 2016 besondere Jubiläumsaktivitäten geplant. Im Juni wird eine Delegation aus dem Dekanat Michelau nach Afrika fliegen. Zu den Teilnehmern gehören Dekan Grünwald, Missionbeauftragter Pfarrer Neeb, Jugendleiter Reiner Babucke, Missionsbeauftragte Veronika Flierl, Birgit Schardt und Jürgen Naumann, das Ehepaar Kraftzyk, Waltraut Leppert und Thomas Weber. Umgekehrt wird im Oktober eine Delegation aus Tansania zu Gast in Michelau sein. Man wird gemeinsam u.a. das Partnerschaftsfest am 30. Oktober in Bayreuth und die Feiern zum Reformationstag in Michelau besuchen.

"Freunde zu Gast bei Freunden"

Einen wichtigen Schwerpunkt seiner Arbeit legt das Dekanat Michelau derzeit auf die Asylsozialarbeit und Migrationsberatung. Hier wurden neue Stellen geschaffen und mit Diplom-Psychologin Birgit Sauerschell aus Lichtenfels bzw. mit Jennifer Thiem als "Zukunftscoach" besetzt. Die Migrationsberatung übernehmen Elisabeth Westhäuser in Mitwitz sowie Gerd Weickert in Redwitz, Michelau, Burgkunstadt und Altenkunstadt.

Lobend erwähnte der Dekan das „Café der Begegnung“ in Lichtenfels, das die evang. Kirchengemeinde und die "Aktiven Bürger" regelmäßig im Myconiushaus abhalten. Es wird von einem engagierten Helferteam unterstützt. Eine ähnliche Einrichtung ist auf Intiative des Pfarrersehepaar Höhr nun auch in Michelau geplant. Startschuss ist am Samstag, 23. April, mit einem Treffen unter dem Motto „Freunde zu Gast bei Freunden“.

Text und Fotos: Joachim Wegner

Bei der Diskussion um Jugend-, Frauenarbeit und die Tätigkeiten der Gesamtverwaltungsstelle.

© Evangelisch-Lutherisches Dekanat Michelau 2013-2019

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