Musik zum Ende des Kirchenjahres

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 Lorenz-Bach-Chor Foto:Joachim Wegner
Lorenz-Bach-Chor Foto:Joachim Wegner

Mit dem Requiem von Charles Gounod brachte der Lorenz-Bach-Chor unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Klaus Bormann am Totensonntag ein eher selten aufgeführtes Werk des französischen Kirchenmusikers zu Gehör.

Eine Musik, die an die menschliche Vergänglichkeit erinnert und die aber auch erfüllt ist von der christlichen Hoffnung, dass der Tod nicht das letzte Wort hat, sondern die Seelen dereinst Ruhe finden werden im Lichte Gottes. Diesen Trost wünschte Dekanin Stefanie Ott-Frühwald den zahlreichen Zuhörern in der Martin-Luther-Kirche zum Ende des Kirchenjahres.

Zunächst jedoch griff der Chorleiter selbst in die Tasten der Orgel und stimmte die Orgelsonate Nr. 6 in d-Moll op. 65 von Felix Mendelssohn-Bartholdy an. In dem bedeutenden Orgelwerk erklangen kunstvolle Variationen über das Lied „Vater unser im Himmelreich“, abgeschlossen von einem fast himmlisch schönen, ruhigen Finalsatz. Der zugrunde liegende Choral stammt aus der Feder von Martin Luther.

Der am 3. Februar 1809 in Hamburg geborene Komponist Felix Mendelssohn-Bartholdy gilt als einer der bedeutendsten Künstlerpersönlichkeiten im Europa des 19. Jahrhunderts.

Er wuchs er in Berlin auf, wo er eine umfassende humanistische Bildung erhielt. Außergewöhnlich früh zeigte sich seine herausragende musikalische Begabung, die von namhaften Lehrern gefördert wurde. Mendelssohns Musik ist voll dieser Einflüsse: die Tempi seiner Werke sind hoch, seine thematischen Interessen konzentrieren sich auf mythologische und religiöse Themen. Machtvoll und mild interpretierte Klaus Bormann den Choral „Vater unser im Himmelreich“ mit den Variationen.

Das berühmte Andante-Finale, das keine thematische Rückbindung zum Choral besitzt, hörte man als Ausklang fromm-froher Eleganz, wundersam verklingend und edel.

 Kirchenmusikdirektor Klaus Bormann und Organist Thomas Meyer (Mitte) brillierten mit ihrer Musik zum Ende des Kirchenjahres. Dekanin Stefanie Ott-Frühwald bedankte sich mit Präsenten für die Aufführung in der Martin-Luther-Kirche Foto: Joachim Wegner

Im Mittelpunkt des Konzerts stand jedoch das Requiem vom Charles Gounod (1818 – 1893). Dazu ergriff Kirchenmusikdirektor Bormann den Taktstock, während Thomas Meyer am Spieltisch der Orgel Platz nahm. Obwohl der französische Komponist heute fast nur noch durch seine Bühnenwerke bekannt ist, hat Charles Gounod eine stattliche Anzahl von Werken geistlicher Musik geschrieben: Messen. Oratorien, Motetten, geistliche Gesänge und anderes. Spät in seinem Leben, tief betrübt über den Tod seines vierjährigen Enkels, griff Gounod zur Feder und schuf mit dem Requiem in C-Dur ein Werk von sublimer, berührender Schönheit. Alles ist Melodie, Transparenz und gläubiges Vertrauen in diesen Klängen erscheinen voll Licht und Trost.

Gounods Requiem ist nicht wie andere zeitgenössische Vertonungen der Totenmesse durch Düsternis und Schrecken geprägt, sondern es herrscht trotz spannungsreicher Chromatik eine insgesamt hoffnungsfrohe Stimmung, die der Lorenz-Bach-Chor eindrucksvoll interpretierte. So erlebten die Zuhörer in der Martin-Luther-Kirche die Hoffnung und das Vertrauen auf die Gnade und Gerechtigkeit des göttlichen Richters.

Diese Zuversicht spiegelte sich auch in der Wahl der für ein Requiem ungewöhnlichen Grundtonart C-Dur. Laut Überlieferung ereilte Gounod sein eigener Tod bei der letzten Detailarbeit an diesem Werk. Es wurde dann zu seinem ersten Todestag in der Pariser Kirche Sainte-Madeleine uraufgeführt und von der zeitgenössischen Presse hoch gepriesen. Der Lorenz-Bach-Chor interpretierte eindrucksvoll das Werk von chromatisch auf- und absteigenden Linien und kraftvollen Passagen.

So gelang es Kirchenmusikdirektor Klaus Bormann und seinen Sängerinnen und Sängern, begleitet von Thomas Meyer an der Orgel, das Meisterwerk mit seinen wiegenden, sehr harmonischen, innigen und ebenso schlichten Sätzen im Klangraum der Martin-Luther-Kirche voll zur Geltung zu bringen und die Intention der geistlichen Komposition mit ihrer Hoffnung auf Auferstehung und ewiges Leben dem Auditorium zu vermitteln.

Mit anhaltendem Applaus quittierten die Zuhörer die Leistungen des Chores und des Organisten.

 Kirchenmusikdirektor Klaus Bormann und Organist Thomas Meyer (Mitte) brillierten mit ihrer Musik zum Ende des Kirchenjahres. Dekanin Stefanie Ott-Frühwald bedankte sich mit Präsenten für die Aufführung in der Martin-Luther-Kirche Foto: Joachim Wegner

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