Neuen Kirchenvorstand in sein Amt eingeführt

Den 115. Geburtstag der Martin-Luther-Kirche hat Pfarrerin Anne Salzbrenner zum Anlass genommen, den ausscheidenden Mitgliedern des Kirchenvorstands für ihre jahrelange Mitarbeit an verantwortlicher Stelle zu danken und ihre Nachfolger feierlich in ihr Amt einzuführen.

Bis zum Jahr 2024 wird die evangelische Kirchengemeinde Lichtenfels von Reiner Babucke, Cornelia Flach, Ursula Gehringer (stellv. Vertrauensfrau), Susanne Gierlich, Fabian Heuschmann, Christin John, Daniel Kalkus (Vertrauensmann), Don-Yu Mischke, Emely Reinlein und Sabine Rießner geleitet.

In einem festlichen Gottesdienst in der Martin-Luther-Kirche führte Pfarrerin Anne Salzbrenner die neuen Mitglieder des Kirchenvorstands der evangelischen Kirchengemeinde Lichtenfels von in ihr Amt ein Foto: Joachim Wegner

Zum erweiterten Kirchenvorstand gehören Matthias Bergmann, Petra Böhm, Prof. Dr. Michael Geisler, Rolf Herter, Elfriede Hohlweg, Norbert Schleicher, Dominik Steigner, Elke Thiedmann und Norbert Werner.

Mit Dank und Urkunden wurden Harald Mack für 30-jährige Mitarbeit, Martina Wegner (18 Jahre) und Christine Gierlich (6 Jahre) verabschiedet und feierlich entpflichtet.

Mit Urkunden und einen Präsent wurden Christine Gierlich (6 Jahre), Martina Wegner (18 Jahre) und Harald Mack (30 Jahre) als Mitglieder des Kirchenvorstands in Lichtenfels entpflichtet. Dank für ihre Mitwirkung galten des Weiteren den Mitgliedern des Vertrauens- und des Wahlausschusses Foto: Joachim Wegner

Pfarrerin Anne Salzbrenner betonte aus diesem Anlass, dass die evangelische Kirche eine demokratische Kirche sei und damit nicht die Hauptamtlichen das Sagen hätten, sondern gewählte Ehrenamtliche und somit letztlich alle Kirchenglieder. Alle seien aufgerufen, das Evangelium weiterzutragen und an einer lebendigen Gemeinde mitzuwirken. Rückblickend auf die letzte Amtsperiode des Kirchenvorstands nannte die Pfarrerin die langwierige Genehmigung und die Instandsetzung der Martin-Luther-Kirche als größtes Projekt.

In den letzten sechs Jahren habe der Kirchenvorstand aber auch die zweite Kindertagesstätte der Kirchengemeinde, das Körbla auf den Weg gebracht. Hier hoffe man, Anfang des nächsten Jahres in die eigentlichen Räume in der Innenstadt einziehen zu können.

Ein Kompliment machte die Pfarrerin den Lichtenfelser Gemeindegliedern, denn sie hätten sich zu über 21 Prozent an der Wahl des leitenden Gremiums beteiligt. Bemerkenswert sei dabei, dass sich über 70 Prozent der Jungwähler unter 18 Jahren an der Wahl teilgenommen haben, ebenso wie die über 60-Jährigen. Damit hätten sie gezeigt, dass ihnen das Wohl der Gemeinde sehr am Herzen liege. In den Dank für das demokratische Verfahren schloss die Pfarrerin auch die Mitglieder des Vertrauens- und des Wahlausschusses.

Den neugewählten Mitgliedern des Kirchenvorstands legte sie nahe, Sprachrohr der Gemeinde zu sein und stets ein offenes Ohr für die Anliegen der Gläubigen zu haben. Schon der Apostel Paulus habe im Römerbrief beschrieben, dass eine Gemeinde Menschen mit ihren verschiedenen Gaben benötige, damit eine Vielfalt, Lebendigkeit und ein gutes Zusammenleben die Gemeinschaft bestimme. Als Christen seien die Menschen in der Kirche dazu aufgerufen, für andere da zu sein und ihnen beizustehen. Im festlichen Gottesdienst zur Lichtenfelser Kirchweih kündigte Pfarrer Ralph-Peter Zettler an, dass mit dem neuen Kirchenjahr eine neue Gottesdienstordnung in Bayern eingeführt worden ist. Damit werden in den Gottesdiensten neue Lesungen und Predigtabschnitte in den Mittelpunkt der Feiern gestellt.

Den Abschluss der weltlichen Kirchweihfeier bildete ein Konzert des Dekanatsgospelchores in der Martin-Luther-Kirche. Die Chorgemeinschaft unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Klaus Bormann wurde bei ihren Darbietungen von der Dekanatsband mit Reiner Babucke an der Gitarre, Michael Blume am Bass und Dieter Burkhard am Schlagzeug begleitet. Mit ihren schwungvoll vorgetragenen Liedern wiesen die Sängerinnen und Sänger auf den Weg durch die Adventszeit hin zum Weihnachtsfest hin. Gospel, das meint Verkündigung der Frohen Botschaft, hat seine musikalischen Wurzeln in den afroamerikanischen Gospelsongs in der Mitte des 18. Jahrhunderts.

Ein schwungvolles Adventskonzert servierte der vor einem Jahr gegründete Dekanatsgospelchor den Besuchern des Kirchweihfests der Martin-Luther-Kirche. Die Chorgemeinschaft unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Klaus Bormann wurde von der Dekanatsband musikalisch begleitet Foto: Joachim Wegner

In dieser Zeit wurden neben den Negro Spirituals von den Sklaven auf den Plantagen melancholische, rhythmisch einfache weltliche Lieder, so genannte "Worksongs“ gesungen, die sich auf immer wiederholenden Akkorden und musikalischen Abfolgen aufbauten. Ein prägendes Element ist dabei der Wechselgesang zwischen Vorsänger und Chor. Als Solisten traten in der Martin-Luther-Kirche Iris Bormann, Eduard Herold, Iris Birger und Winfried Heine auf. Sie bescherten zusammen mit der Chorgemeinschaft, die erst seit einem Jahr besteht, einen besinnlich-fröhlichen Ausklang der Kirchweih, damit das Licht von Bethlehem in der Adventszeit nicht nur in die Stuben, sondern auch in die Herzen einzieht.

© Evangelisch-Lutherisches Dekanat Michelau 2013-2019

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