Neuer Pfarrer für die Kirchengemeinde Heilgersdorf

Portrait von Pfarrer Tobias Knötig
Pfarrer Tobias Knötig

Mit der Ordination von Pfarrer Tobias Knötig endet die Zeit der Vakanz auf der Pfarrstelle in Heilgersdorf. Regionalbischöfin Dorothea Greiner betont die Bedeutung der Dorfpfarrer für die Kirche.

Die Zeiten des Bangens sind im Seßlacher Stadtteil Heilgersdorf vorbei: Nach einem gutem Jahr Vakanz ist am Sonntag Pfarrer Tobias Knötig in sein Amt eingeführt worden. Die Ordination und damit die feierliche Berufung ins Amt oblag der Regionalbischöfin Dorothea Greiner.

Die Sitz-und Stehplätze in der Heilgersdorfer Kirche reichten kaum aus, so viele Gläubige waren gekommen, sogar in Bussen kamen die Besucher angereist, um bei der Ordination von Pfarrer Tobias Knötig dabei zu sein.

Er tritt die Nachfolge von Pfarrer Matthias Hain an, der als Seelsorger von September 1994 bis Ende Juli 2013 für die Gemeinde da war. Angeführt von den Konfirmanden und den Fahnenträgern der örtlichen Vereine zogen die Vertreter der Kirche in das sonnendurchflutete Gotteshaus ein.

Dekan Johannes Grünwald freute sich, dass die Bitten und Gebete erhört worden seien und mit Pfarrer Knötig nun ein junger Seelsorger in die Gemeinde kommt, der diese Stelle von ganzem Herzen wollte. "Pfarrer Knötig freut sich ganz sehr auf den Dekanatsbezirk", wusste Dekan Grünwald.

Den bischöflichen Akt der Ordination vollzog die Regionalbischöfin Dorothea Greiner, die in ihrer Predigt den Wochenspruch aufgriff. Dieser lautet: "Alle eure Sorgen werft auf ihn, dann sorgt er für euch." Damit forderte sie die Menschen auf, sich rechtzeitig Entlastung zu holen. "Oft wird viel zulange gewartet, bis der Karren bereits im Dreck ist", sagte sie. Ob es nun Probleme in der Schule seien, im familiären Umfeld und gesundheitliche Beeinträchtigungen, ein Gespräch mit dem Pfarrer und ein Gebet sei ein kleiner Aufwand mit einer oft großen Wirkung. "Sagen sie ihrem Pfarrer ihre Sorgen", forderte die Regionalbischöfin die Gemeinde auf.

Mit Pfarrer Knötig habe die Gemeinde einen fröhlichen, tatkräftigen und aufgeschlossen Seelsorger gewonnen. Die Stelle in Heilgersdorf sei genau richtig für einen handfesten jungen Pfarrer wie Tobias Knötig. Der neue Pfarrer ist in Oberlauringen aufgewachsen, er kennt das Dorfleben und die einfachen, normalen Leute.

Dorfpfarrer sind wichtig
Eine Kirche, betonte die Bischöfin, brauche dringende gute Dorfpfarrer, wie eben Knötig. Für die Heilgersdofer Dorfgemeinschaft sei Pfarrer Knötig deshalb genau der Richtige. Knötig hat nach dem Fachabitur zunächst Religionspädagogik studiert, um sich schließlich noch dem Theologiestudium zu widmen.
"Wie ich auch, musste er die Sprachen Latein, Griechisch und Hebräisch lernen", sagte Dorothea Greiner. Ob Pfarrer Knötig auch dem Wunsch der Gemeinde nachkommt, den Chor künftig zu leiten, bleibe ihm offen, er sei jedenfalls überaus musikalisch, spiele Orgel, Klarinette und Trompete.

Kennt Dorfleben und Ökumene
Da Knötig in einem Konfessionen verbindenden Elternhaus groß geworden sei, kenne er die Ökumene, so die Bischöfin. "Heilgersdorf ist mehr evangelisch, Seßlach mehr katholisch, dieses Verhältnis kennt er", so Bischöfin Greiner. Mit der feierlichen Ordinationshandlung wurde Tobias Knötig zum Dienst im Amt des Pfarrers berufen. Im Anschluss an den Gottesdienst traf sich die Gemeinde zu einem Empfang im Gemeindehaus.

 

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