"Petrus" und "Johannes" im Boot über den Rudufersee

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Als Petrus und Johannes verkleidet, die beiden Jünger Jesu, wurden Pfarrer Matthias Hain und Lektor Thomas Gruber über den Rudufersee hin zu den Gläubigen gerudert. - Foto:kag
Als Petrus und Johannes verkleidet, die beiden Jünger Jesu, wurden Pfarrer Matthias Hain und Lektor Thomas Gruber über den Rudufersee hin zu den Gläubigen gerudert. - Foto:kag

Es war ein fernsehreifer Auftritt als Petrus und Johannes, verkörpert von Thomas Gruber und Pfarrer Matthias Hain, im Boot über den Rudufersee gerudert wurden, hin zu den Gläubigen, die am Seeufer warteten. Der Bezug zum Bibeltext, der den Inhalt des Open-Air-Gottesdienstes am Rudufersee bestimmte war offensichtlich. Auch die Lesung basierte auf dem Lukas-Evangelium in dem von der Berufung der ersten Jünger berichtet wird.

In ihrem Zwiegespräch ließen die beiden Apostel noch einmal ihre Lebensgeschichte und ihr Verhältnis zu Jesus Revue passieren, der sie zum Menschenfischer berufen hatte. Dabei mangelte es den beiden Kirchenvertretern nicht an Humor. Zielsicher dirigierten sie das Boot zum nahegelegen Ufer. Einen Abstecher nach Michelau vermieden sie, denn da gibt’s keine Fische nur „Kroetn.“

Die Botschaft die sie verkündeten hatte einen ernsten Inhalt. Ausgehend von der grundsätzlichen Glaubensfrage „gibt es Gott wirklich“ berichteten beide Jünger wie sie zu ihrem Glauben an Jesus und Gott gekommen sind.

„Gott liebt uns so wie wir sind, er vergibt uns,“ erkennt Petrus. Auch ihm wurde vergeben obwohl er Jesus verleugnet hatte. Es ist eben kennzeichnend für Jesus dass er immer wieder die Sünder gesucht und besucht hat und nicht die Reichen und „Gerechten“.

Ihr dürft seine Lehre weitererzählen und selbst zu Menschenfischern werden ermunterten Petrus und Johannes die Gläubigen, die aus Michelau, Schwürbitz, Neuensorg und Marktzeuln zum Open-Air-Gottesdienst am Rudufersee gekommen waren.

„Menschenfischer sein, das ist so wichtig in der heutigen Zeit. Das gilt auch innerhalb der Familien“, stellten die beiden Apostel fest. Denn schließlich verkündet die Bibel „jeder soll ein Evangelist sein“, so Thomas Gruber in der Gestalt des Petrus.

„Es liegt an uns allen ob wird die Botschaft Jesus ausbreiten oder nicht, nicht nur die Kirche macht das“ bekräftigte Pfarrer Matthias Hain. Dieser dankte der Wasserwacht die das Gelände, das Zelt und die Tische und Bänke zur Verfügung gestellt hat. „Denn um Gottesdienst zu feiern braucht man keine Kirchen und Dome.“

Musikalisch hervorragend ausgeschmückt wurde der Open-Air-Gottesdienst am wunderschönen Rudufersee von der Kirchenband Wolkenlos und Jürgen Stöckert am Keyboard.

Nach dem gesungenen Segen lud Pfarrer Matthias Hain zur ökumenischen Radtour nach Mainroth ein. Diese wird von der katholischen Pfarrei Herz-Jesu und der evangelischen Kirchengemeinde Schwürbitz organisiert. Abfahrt ist am Mittwoch 19. Juli um 18 Uhr beim Bremser in Schwürbitz. Über Hochstadt, Zettlitz und Burgkunstadt fährt man auf dem Radweg nach Mainroth. Dort will man die katholische Pfarrkirche zusammen mit Diakon Herbert Meyer besichtigen und eine ökumenische Andacht abhalten. Für die Heimfahrt ist eine gemütliche Einkehr eingeplant.


 

Text und Bilder wurden uns dankenswerter Weise von Klaus Gagel, Michelau zur Verfügung gestellt.

© Evangelisch-Lutherisches Dekanat Michelau 2013-2017

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