Vom Nein sagen und anderen Schwierigkeiten

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Im Rahmen der Erarbeitung eines Schutzkonzeptes befassen wir uns mit dem Thema Präventionsarbeit.
Die Geschichte um „Das große und das kleine Nein“ von Gisela Braun, eignet sich dabei gut, Kinder in den Fragen zu stärken: Wie wahre ich diese Grenzen (kleines Nein, großes Nein)? Wie verhalte ich mich in „unangenehmen“ Situationen? Was empfinde ich als angenehm/unangenehm und wie kann ich das äußern?

Im Internet wurden wir fündig – da muss es doch neben dem Text bestimmt auch noch ein Bilderbuch geben, das das Ganze anschaulich macht. Natürlich! Aber bereits das Titelbild konnte nicht überzeugen. Hier wurden bereits Bilder vorgegeben und festgelegt, Klischees bedient, die nicht unserer Zielführung entsprachen. Eine individuelle Auseinandersetzung mit dem Thema erschien uns sehr schwierig. Also – ohne Bilderbuch…

Wir versammelten uns im Kreis auf dem Boden des Gruppenraumes. Die Kinder wurden aufgefordert die komplette Geschichte im Ganzen zu hören, möglichst ohne zu Unterbrechen. Beim zweiten Vorlesen, das in sehr kurzen Abschnitten erfolgte, konnten alle Kinder auf die Frage „Wie sieht Euer Nein denn aus?“ dann ihre eigenen „Bilder“ beschreiben, die beim Hören des Textes entstanden sind. Wir sammeln Ideen: „Woran kann es denn liegen, dass die Frau sich trotz des NEIN auf die Bank setzt?“ „Kann sein, dass es ihr egal ist, dass sie es nicht gehört hat, dass sie taub ist, sie könnte sich auf eine andere Bank setzen“… so lauten verschiedene Vorschläge.

„Weshalb nimmt der Junge die Schokolade einfach weg? Kennt ihr solche Situationen auch?“  Beim Pausenbrot, jemand will davon etwas haben, ich möchte es aber alleine essen. „Wie fühlen wir uns, wenn ein großer Junge, eine große Frau, ein großer Mann auf uns zukommen?“ Wie könnten sich Erstklässler fühlen, wenn sie im Pausenhof auf 4.Klässler treffen? Wie fühlen sich Erstklässler, die Geschwister in der 4.Klasse haben? Ist das dann anders? Ein großer Mann erscheint in der Geschichte, das kleine Nein wird endlich laut, sehr laut (die Vorleserin auch) – die Kinder lachen – die Anspannung, der Druck dürfen raus…..die Geschichte löst sich auf und wir können wieder durchatmen. Könnten wir nicht unser eigenes Bilderbuch malen; jeder sein eigenes? Von der Idee fühlen sich viele angesprochen. Sie beginnen gleich am nächsten Tag mit dem Malen der Hauptpersonen der Geschichte. Wir schneiden sie einzeln aus und legen sie auf den vorgefertigten Hintergrund: die Bank im Park. Wir fotografieren die einzelnen Szenen, reihen sie aneinander, machen eine Powerpoint-Präsentation daraus, holen dafür das OK der Künstlerinnen ein, schicken ein Exemplar den Eltern zur Freigabe für Arbeitskreis und Internet und schauen das Ergebnis eine Woche später mit den Kindern gemeinsam an. Ausgedruckt im Kamishibai. Die Kinder sind begeistert und applaudieren am Ende….

Richtig schön geworden ist es….
Dass Präventionsarbeit so viel Freude machen kann…

Seit dieser Geschichte finden wir immer wieder ähnliche Situationen in unserem Alltag. Vielleicht waren sie auch immer schon da und wir sehen sie jetzt nur anders? Eine Gruppe Kinder möchte in der Sofaecke alleine spielen – ein Junge kommt dazu und akzeptiert das NEIN der anderen nicht. Ein kurzer Verweis auf die Geschichte: Wie war das nochmal mit dem kleinen und dem großen NEIN ?? Eine Aussage auf dem Pausenhof: „Ich hab schon drei Mal NEIN gesagt und du machst einfach weiter.“ Oder die freie Wahl des Sitzplatzes beim Mittagessen: Ich will nicht neben Dir sitzen! Wir sind ganz sicher, dass uns in der nächsten Zeit noch viele ähnliche Situationen begegnen werden, in denen wir ein kleines oder schon ein großes NEIN gemeinsam entdecken können. Wir freuen uns darauf!

 

 

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