Wie zwei Puzzleteile, durch den Glauben vereint

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Pfarrer Majola und Dekan Grünwald beim Dankgottesdienst zum Partnerschaftsjubiläum. Foto: Jürgen Naumann
Pfarrer Majola und Dekan Grünwald beim Dankgottesdienst zum Partnerschaftsjubiläum. Foto: Jürgen Naumann

Mitte Juni feierte eine elfköpfige Delegation aus dem Dekanat Michelau um Dekan Johannes Grünwald in Tansania das 20-jährige Bestehen der Partnerschaft mit dem Eastern District. In einem Reisebericht können Sie von den Eindrücken des Jubiläums lesen:

"Für dieses besondere Fest hatten die Partner keine Mühen gescheut und ein reichhaltiges Programm mit einigen Highlights auf die Beine gestellt. Der Festtag begann mit einem gemeinsamen Frühstück der Ehrengäste. Neben unserer Delegation waren das zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der Meru-Diözese. In einem feierlichen Akt weihten Dekan Johannes Grünwald und Bischof Paulo Akyoo das Denkmal ein, das zu Ehren der Partnerschaft auf dem Dekanatsgelände errichtet worden war.

Kurzer Rückblick

Dekanatspartnerschaftsbeauftragte Veronika Flierl und Dekanatsmissionspfarrer Andreas Neeb erinnerten in einer kurzen Ansprache an die Eckpunkte der bisherigen Partnerschaft. Pfarrerin Anne Salzbrenner, 1998 Teilnehmerin der ersten Michelauer Delegation nach Tansania, beteiligte sich zusammen mit dem damaligen Dekan Majola durch biblische Lesungen am Einweihungsakt.

Das Denkmal zum 20-jährigen Bestehen der Partnerschaft zwischen den Dekanaten. Foto: Andreas Neeb  Seitlich zieren Lutherrose und Händereichen das Denkmal. Foto: Andreas Neeb

Dekanatspartnerschaftsbeauftragte Veronika Flierl und Dekanatsmissionspfarrer Andreas Neeb erinnerten in einer kurzen Ansprache an die Eckpunkte der bisherigen Partnerschaft. Pfarrerin Anne Salzbrenner, 1998 Teilnehmerin der ersten Michelauer Delegation nach Tansania, beteiligte sich zusammen mit dem damaligen Dekan Majola durch biblische Lesungen am Einweihungsakt. Anschließen zog die Festgemeinde in die Kirche ein und feierte einen bewegenden Dankgottesdienst unter Leitung von Bischof Akyoo. Dekan Grünwald verglich in seiner Festpredigt die beiden Dekanate mit Puzzleteilen, die durch das „Puzzleteil“ Jesus Christus innig miteinander verbunden seien.

Segen zum "African Cake"

Im Anschluss an den mehrstündigen Gottesdienst versammelte sich die Gemeinde zum gemeinsamen Essen mit traditionellem „African Cake“, gebratener Ziege. Den Ehrengästen der Delegation wurde dabei - einem alten tansanischen Ritus folgend - das „Königsstück“, die Lende, mit Segensworten übergeben. Diese wurden mit den zu ehrenden ehemaligen Dekanen Majola und Malaki geteilt.

An der festlichen Kaffeetafel. Foto: Jürgen Naumann

Neben den Jubiläumsfeierlichkeiten wurde außerdem in zwei intensiven Sitzungen unter Federführung von Pfarrer Andreas Neeb die Partnerschaft einer kritischen Würdigung unterzogen. Man einigte sich auf die Beibehaltung der bisherigen Projektschwerpunkte - medizinische Versorgung, Wasserversorgung und Bildung - und stimmte mit den tansanischen Partnern überein, dass das gemeinsame weltweite Lernen noch stärker als bisher in den Vordergrund zu rücken sei. Die regelmäßigen Besuche und Gegenbesuche alle zwei Jahre wurden dafür als sehr hilfreich empfunden.

Regen zertört die Maisernte

Die Delegation war beeindruckt von dem reichhaltigen Besuchsprogramm in verschiedenen Gemeinden und Einrichtungen, das die Gastgeber zusammengestellt hatten. An vielen Stellen konnte man Fortschritte erkennn. Gleichzeitig wurde den Gästen bewusst, welch erheblichen Einfluss der Klimawandel auf das tägliche Leben der Menschen im Partnerdekanat hat. So war es im April 2016 zu sintflutartigen Regefällen gekommen, die die Hauptpiste nach King ´Ori unpassierbar machten.

Besonders im Süden Partnerdekanats - im Bereich der Gemeinde Malula - ist die Maisernte zerstört, so dass die Menschen dort nicht in der Lage sein werden, von ihrer eigenen Ernte zu leben. Sie werden auf teure Maiskäufe angewiesen sein. Dies ist für Menschen, die kein Einkommen besitzen, eine schwere Bürde.

Die Delegationsmitglieder konnten sich bei dieser Reise auch ein eigenes Bild von der Verteilung der Schul-Rucksäcke machen. Die letzten lilafarbenen Schultaschen durften die Delegationsmitglieder persönlich an sichtlich erfreute Erstklässler verteilen.

Freude bei den Erstklässlern: die Schulrucksäcke sind da! Foto: Andreas Neeb  Für jeden Kind ein Rucksack mit Heften, Stiften und Schulgeschirr. Foto: Andreas Neeb

Schulbildung bleibt nach wie vor ein Grundanliegen. Dazu baut unser Partnerdekanat mit immensen eigenen finanziellen Aufwendungen eine Grundschule, in der von der ersten Klasse an auf Englisch unterrichtet wird. Schon die Vorschulkinder erhalten hier grundlegende Kenntnisse in der englischen Sprache. Die Delegation war sich einig, dass dieses Projekt von uns finanziell zu unterstützen ist.

Im Partnerdekanat wurde nunmehr neu die Beauftragung des Partnerschaftspfarrers geschaffen. Mit Pfarrer Ndelekwa Pallangyo wurde eine sehr gute Wahl getroffen, da er nach unserem Eindruck die Partnerschaft im bisherigen Sinne gut weiter begleiten wird. Pfarrer Ndelekwa trug die Hauptverantwortung für die Delegation sowie die Durchführung des Jubiläums, da sich Dekan Joseph Nnko während unseres Aufenthalts einer Operation unterziehen musste. Die Delegation konnte sich aber gegen Ende ihres Aufenthaltes bei einem kurzen Besuch davon überzeugen, dass sich Dekan Nnko auf dem Weg der Besserung befindet und sich sicher bald wieder mit vollem Umfang seinen Aufgaben in Dekanat und Gemeinde widmen kann.

Gegenbesuch im Oktober

Im Oktober wird voraussichtlich unter Leitung von Dekan Joseph Nnko eine vierköpfige Delegation aus Tansania unser Dekanat besuchen. Diese Reise geht zurück auf Initiative von Regionalbischöfin Dorothea Greiner, Bayreuth, die zum Ende des Reformationsdekadenjahres „Reformation und die Eine Welt“ ein internationales Treffen möglichst vieler Partnerschaftsgruppen des Kirchenkrieses initiiert hat. Eine dreitägige internationale Tagung zum Thema „Reformation“ wird diesen Besuch abrunden. Am 31. Oktober wird Dekan Nnko in Michelau die Festpredigt halten. Im Anschluss daran wird es einen Empfang zur Feier des Partnerschaftsjubiläums geben.

Die diesjährige Reise ins Partnerdekanat hat eine Konsolidierung unserer Partnerschaftsarbeit gebracht. Nach dem überraschend vollzogenen Dekanswechsel im Eastern District im Dezember 2014 war eine Phase der Neuorientierung und –abstimmung nötig geworden. Mit Zuversicht schauen beide Seiten auf die Zukunft der Partnerschaft. Ihre besondere Bedeutung untermauert das Denkmal auf dem Dekanatsgelände in King ´Ori.

Text: Pfarrer Andreas Neeb

Das Denkmal auf dem Dekanatsgelände in King ´Ori. Foto: Waltraud Leppert

Gastgeber und Delegation vor der Einweihung des Denkmals. Foto: Waltraud Leppert

Die versammelte Reisegruppe 2016; Foto: Jürgen Naumann

© Evangelisch-Lutherisches Dekanat Michelau 2013-2021

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