Bildungswerk (EBW)

Das EBW stellt sich vor

Das Evangelische Bildungswerk hat die rechtliche Form eines Vereins und ist ein selbständiges Werk der Kirche.

Getragen wird es von den Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinden in den Dekanatsbezirken Kronach-Ludwigsstadt und Michelau.

Das EBW K-L-M ist ein vom Staat anerkannter freier Träger der Erwachsenbildung und hat am öffentlichen Bildungswesen teil.

Aktuelle Berichte

Die Kronacher Bamberger-Familie

Zwei berührende Schicksale aus dem Kronacher Zweig der jüdischen Familie Bamberger stellte Historiker Christian Porzelt in den Mittelpunkt seiner Ausführungen, als er auf Einladung der Stadt Lichtenfels und des Evangelischen Bildungswerks über die Hintergründe der Sonderausstellung in der Villa Kronacher Straße 21 informierte. Ebenso wie die Eröffnungsveranstaltung fand auch der Vortrag des jungen Geschichts­wissenschaftlers aus Kronach großes Interesse. Das mag sicherlich daran liegen, dass das dunkle Kapitel der Gewaltherrschaft im Dritten Reich noch lange nicht aufgearbeitet ist. Opfer, die nicht selten aus Scham geschwiegen haben, und Täter, die nach dem Krieg durch eine Mauer des Schweigens geschützt wurden, sind meist hinlänglich bekannt, doch es gab auch viele Nutznießer, die eher im Hintergrund geblieben sind.

Als Kurator der Ausstellung über den Kronacher Zweig der jüdischen Familie Bamberger hat Historiker Christian Porzelt über 300 Fotos, Briefe und weitere Dokumente anschaulich aufbereitet. Foto: Joachim Wegner

Eindrücklich schilderte Christian Porzelt als Kurator des Kronacher Teils der Ausstellung, wie er an 300 Fotos, Briefe und andere Dokumente gekommen ist. Zu verdanken war dies Dr. George Ségal, einem in Basel lebenden Kunsthändler. Dieser in der Schweiz lebende Nachkomme von Heinrich Bamberger fand die Dokumente in der wohl gehüteten Spätbiedermeierkommode, die lange Zeit unberührt auf dem Dachboden bei seiner Großmutter stand. In einem Tondokument ließ Christian Porzelt den Nachfahren selbst zu Wort kommen.

Sonderausstellung „Die Bambergers“ in Lichtenfels

Auf die Spuren jüdischer Mitbürger können sich die Besucher der Sonderausstellung „Die Bambergers -Familienzweige aus Kronach und Lichtenfels“ begeben. Vom 10.-24. November zeigt die Stadt Lichtenfels mit Unterstützung durch das Evangelische Bildungswerk KLM die Exponate rund um die jüdische Familie im ehemaligen Haus der Lichtenfelser Familie in der Kronacher Straße 21.

Die Stadt Lichtenfels hat das Haus Kronacher Straße 21 erworben und präsentiert hier vor dem Umbau zu einem Kinderhort eine Ausstellung über die jüdische Familie Bamberger mit den Lichtenfelser und Kronacher Familienzweigen. Die Präsentation wird am Sonntag, 10. November um 14 Uhr eröffnet und ist bis zum 24. November der Öffentlichkeit zugänglich  Foto: Joachim Wegner

Die Vernissage findet am Sonntag, 10. November um 14 Uhr statt. Nach einem Einführungsvortrag von Bezirksheimatpfleger Prof. Dr. Günter Dippold wird Erster Bürgermeister Andreas Hügerich die Sonderausstellung eröffnen. Anschließend sind die Besucher im Haus Kronacher Straße 21 zu einem kleinen Empfang eingeladen und haben zudem die Möglichkeit, neben der Ausstellung auch einige der Räumlichkeiten des Hauses zu besichtigen.

Die Sonderausstellung gliedert sich in zwei Teile. Die Familie Bamberger aus Lichtenfels wird in einer historischen Ausstellung rund um David und Adelheid Bamberger dokumentiert und geht insbesondere auf Otto Bamberger und die Geschichte seines Hauses in der Kronacher Straße 21 ein. Dieser Teil wurde vom Stadtarchiv Lichtenfels mit Unterstützung von Bezirksheimatpfleger Günter Dippold zusammengestellt. Die jüdische Familie Bamberger aus Kronach ist in einer Exposition des Aktionskreises Kronacher Synagoge aus dem Jahr 2015 dokumentiert.

Über 200 Dokumente, Fotos und Briefe, die in der Schweiz überdauert haben, veranschaulichen die Geschichte der weitverzweigten Familie Bamberger von der Reichsgründung bis in die Zeit des Nationalsozialismus.

Der Kronacher Historiker Christian Porzelt, der wesentlich an der Erstellung der Schautafeln beteiligt gewesen ist, wird am Donnerstag, 21. November um 19.30 Uhr in einer öffentlichen Vortragsveranstaltung insbesondere auf diesen Teil der Ausstellung eingehen.

Auch an diesem Abend besteht die Möglichkeit zur Besichtigung des Hauses und der Ausstellung.

Die Ausstellung ist bis zum 24. November für die Öffentlichkeit zugänglich:
mittwochs von 16 - 19 Uhr
samstags von 10 - 16 Uhr
sonntags von 14 - 17 Uhr

Anmeldungen für Führungen durch die Sonderausstellung für interessierte Gruppen und Schulklassen, nimmt die Kuratorin der Exposition entgegen.

Stadtarchivarin Christine Wittenbauer
Tel.:  09571 / 795-134
stadtarchiv@lichtenfels.de

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