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Aktuelle Berichte

Evangelische Christen feierten Reformationstag

Pfarrersehepaar berichtet in Michelau über seine Suche nach lebendiger göttlicher Energie.

Protestanten in aller Welt haben in festlichen Gottesdiensten den Reformationstag gefeiert. Dabei wurde an die Anfänge der evangelischen Kirche vor rund 500 Jahren erinnert. Das Dekanat Michelau hatte zu einem Gottesdienst in die Johanneskirche in Michelau eingeladen. Der Tag erinnert an Martin Luthers Thesenanschlag. Der Theologe soll am 31. Oktober 1517 an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg 95 Thesen zur Reform der Kirche genagelt haben. Seine Thesen lösten die Reformation aus.

Beim Gottesdienst in Michelau betonte Dekanin Stefanie Ott-Frühwald, dass der Reformationstag in unseren Tagen weniger dem Gedächtnis als vielmehr der Zukunft der Kirche gelte. Die Christen müssten sich darauf besinnen, was ihnen und der Kirche Kraft in der Gegenwart und Zukunft gibt, nämlich die befreiende Liebe Gottes. Ebenso wie Martin Luther sich mit vielen anderen auf Jesus Christus neu ausgerichtet habe, sei die Kirche heute auch in Bewegung und dürfe dabei der erbarmenden Liebe Gottes gewiss sein.

Als Festprediger stellte die Dekanin das Theologenehepaar Reiner Knieling und Isabel Hartmann vor. Beide arbeiten am Gemeindekolleg der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche in Deutschland in Neudietendorf bei Erfurt und beraten dort die Verantwortlichen von Kirchengemeinden und begleiten sie bei der Entwicklung neuer Visionen. Als Grundlage ihrer Predigt nahmen sie den alttestamentarischen Text aus 5. Mose 6, Vers 4 ff: „Höre, Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr allein. Und du sollst den Herrn, deinen Gott, liebhaben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit aller deiner Kraft“. Dieser Abschnitt ist auch als "Sch'ma Jisrael" bekannt und stellt eines der Glaubensbekenntnisse des Judentums dar. Als wichtigstes Gebet wird "Sch'ma Jisrael" von Juden mehrfach am Tag rezitiert und stellt zugleich das wichtigste Ereignis des täglichen synagogalen Gottesdienstes dar. Jesus Christus hat diese Aufforderung noch vor das Doppelgebot der Liebe aus dem Neuen Testament gestellt, erläuterten die Prediger. Doch wie geht das, das Geheimnis, das sich Gott nennt, zu lieben, fragten sich die Theologen.

Friedensgebet

Friedensgebet Lichtenfels
Friedensgebet Lichtenfels

Lernen aus der Vergangenheit ist Hoffnung für die Zukunft – so lautet der Grundgedanke des jährlich stattfindenden ökumenischen Friedensgebetes.

Der 9. November ist ein historisch bedeutsamer Tag, der immer wieder Zeuge entscheidender geschicht-
licher Ereignisse war. Auch in Lichtenfels wurden 1933 Menschen zu Opfern einer aufgehetzten Menge.

Daran wollen die Verantwortlichen an diesem Tag in Texten, Gedanken und Lieder erinnern und für Frieden, Toleranz und Menschlichkeit beten.

Treffpunkt
Freitag, 9.11. um 18:00 Uhr

vor der ehemaligen Synagoge in Lichtenfels
(bitte Laternen und Windlichter mitbringen.)

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