Mädchenbildungsprojekt

Das Mädchenbildungsprojekt läuft seit 2006 in zusammenarbeit mit unserem Partnerdekanat.

Die Idee des Mädchenbildungsprojekts ist die finanzielle Unterstütztung ausgewählter Mädchen, damit sie eine weiterführende Schule besuchen können.

Der Hintergrund des Mädchenbildungsprojekts: Da für eine weiterführende Schulenbildung in Tansania Schulgeld gezahlt werden muss, können Familien in der Regel nicht alle geeigeten Kinder auf eine weitereführende Schule schicken. Meist erhalten die Söhne den Vorzug, weil die Mädchen nach der Heirat in die Familie des Ehemannes wechseln. Einen gute (und teure) Schulbildung kommt in diesem Falle nicht mehr der Herkunftsfamilie zugute. Durch dieses traditionelle Clan-Denken wird nicht nur die Entwicklung der Familien, sondern auch die Entwicklung der tansanischen Gesellschaft gebremst, da viele geeignete Mädchen keine weiterführende Schulbildung erhalten.

Die Durchführung des Projekts: Wir vermitteln keine direkten Patenschaften, sondern unsere Spender zahlen in einen Fond. Aus diesem werden dann ausgewählte Schülerinnen unterstützt. Dadurch können sich auch Spendenwillige beteiligen, die keinen ganzen Jahresbeitrag zahlen können.

  • Kriterien sind u.a. Leistung und Bedürftigkeit.
  • Ein Gremium unter Leitung des Dekans wählt die Kandidatinnen aus.
  • Es gibt keine vollständige Finanzierung. Einen Eigenanteil müssen die Eltern erbringen. Damit bleibt der elterliche Einfluss auf die Lernbereitschaft der Schülerin gewahrt.
  • Die jährlichen Kosten je Mädchen belaufen ich derzeit (2014) auf ca. 450 €.

Enezaeli UnambweEin Beispiel für die Erfolgsgeschichte des Mädchenbildungsprojekts:

Enezaeli Unambwe wurde 2006 in das Mädchenbildungsprojekt aufgenommen.

Seit 2013 hat sie die weiterführende Schule, wie auch und das Lehrerseminar abgeschlossen.

Inzwischen unterrichtet sie selber als Lehrerin viele Kinder.

Die 2100 € Förderung, die Enezaeli genossen hat, machen sich jetzt um ein Vielfaches bezahlt. Denn in jeder Klasse, die sie nun unterrichtet, sitzen  etwa 50 Kinder.

© Evangelisch-Lutherisches Dekanat Michelau 2013-2017

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