Die Kirchengemeinde hat ihren Ursprung im idyllisch am Oberlauf des Main gelegenen Dorfes Strössendorf. Dicht neben der Kirche steht das Schloss auf einer steilen Anhöhe, von der aus eine Furt über den Main kontrolliert wurde.
In der Zeit der Gegenreformation widersetzten sich die Strössendorfer Barone dem Druck zur Rekatholisierung und sorgten so dafür, dass Strössendorf mit den Orten Weidnitz und Neuses dem evangelischen Glauben treu blieben.
Erst Mitte des 19. Jahrhunderts konnten die ersten Evangelischen in den Orten Burgkunstadt und Altenkunstadt Fuß fassen. Insbesondere seit den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts nahm der evangelische Bevölkerungsanteil in Burgkunstadt und Altenkunstadt sprunghaft zu.
So wurde die Gemeinde Strössendorf zur Mutter zweier Kirchenneubauten.
Im Jahr 1934 wurde Burgkunstadt nach dem Bau der Christuskirche in die Selbstständigkeit entlassen.
Einen weiteren Wachstumsschub erlebte der Gemeindeteil Altenkunstadt nach dem Ende des 2. Weltkriegs durch zahlreiche Flüchtlinge aus allen Regionen Osteuropas.
Nach einem Brand im Strössendorfer Pfarrhaus wurde Ende der 60er Jahre beschlossen, auch den Pfarrsitz neben die neu gebaute Kreuzbergkirche zu verlagern, weil der Gemeindeteil in Altenkunstadt zahlenmäßig den der Stammorte überflügelt hat.
Seit 1970 wohnt der Inhaber der Pfarrstelle Strössendorf deshalb in Altenkunstadt.
Seit Mitte der 90er Jahre sorgt eine hohe Zahl von Aussiedlern aus der ehemaligen Sowjetunion dafür, dass die Gemeinde nochmals um 450 Personen auf inzwischen 2250 Gemeindeglieder angewachsen ist.
Unser Profil – auf Menschen zugehen:
Die Gemeinde Strössendorf hat sich in den letzten hundert Jahren von einer beschaulichen Dorfgemeinde zu einer vielfältigen Gemeinschaft sehr unterschiedlicher Menschen entwickelt, die neuen Herausforderungen gegenüber aufgeschlossen ist.
In den zwanziger Jahren zog die Schuhindustrie viele Menschen an, die in unserer Gemeinde eine neue Heimat im Glauben fanden.
Nach dem 2. Weltkrieg gelang es, eine große Zahl von Flüchtlingen zu integrieren. Diesen Weg gehen wir weiter, indem wir den vielen Spätaussiedlern und den zahlreich zuziehenden Menschen aus allen Teilen Deutschlands die Türen zu unseren beiden Kirchen öffnen.
Symbolisch wird dieser Weg des Zugehens auf andere durch die Architektur der Kreuzbergkirche in Altenkunstadt ausgedrückt: sie besteht aus viel Glas, um das Licht des Himmels in unsere Mitte einzulassen, ebenso wie die vielen Menschen, die Gott uns in unsere schöne Landschaft zwischen Fränkischer Schweiz und Maintal schickt.
In einem offenen Brief zur Flüchtlingspolitik hat sich Dekan Johannes Grünwald nun an die Vorsitzenden der im Bundestag vertretenen Parteien gewandt.
Die Stellungnahme des Pfarrkapitels ging an Bundeskanzlerin und CDU-Vorsitzende Frau Dr. Angela Merkel, CSU-Vorsitzenden Herrn Horst Seehofer, SPD-Vositzenden Herrn Sigmar Gabriel, die Vorsitzenden von Bündnis 90/ Die Grünen, Frau Simone Peter und Herrn Cem Özdemir, sowie die Vorsitzenden der Partei Die Linke, Frau Katja Kipping und Herrn Bernd Riexinger. Â
Die Ansicht in Originalgröße erhalten Sie durch Download des offenen Briefs im Anhang.
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Gerhilde Weber, Vertrauensfrau des Kirchenvorstandes mit Pfr. Brecheis
Christian Brecheis ist ab 1. März neuer Pfarrer der Kirchengemeinde Strössendorf / Altenkunstadt und tritt somit die Nachfolge von Pfarrer Jürgen Rix an.
"Wie macht man Oberfranken glücklich? Man ruft sie an und sagt, dass man freiwillig zum Probedienst zu ihnen kommt!", schreibt Christian Brecheis auf Twitter. Gemeint sind damit die rund 1900 protestantischen Christen in Altenkunstadt und Strössendorf, denen sich der 33-Jährige künftig besonders widmen möchte.