eCn-Klasse Michelau

Allgemeine Informationen

„eCn – extra Chance nutzen“ ist ein Angebot für Mittelschülerinnen und Mittelschüler, die den Qualifizierenden Mittelschulabschluss aus den unterschiedlichsten Gründen nicht bestanden haben und ihn freiwillig wiederholen wollen. Die eCn-Klasse ist sehr praxisorientiert, da während des Schuljahres zwei längerfristige Praktika absolviert werden. Dies kommt vor allem den Jugendlichen zugute, die ihre Stärken im praktischen Bereich sehen und haben.

Das Projekt besteht, mit Unterbrechungen, seit dem Schuljahr 2008/09 an der Johann-Puppert-Mittelschule Michelau. Es wird ermöglicht durch eine Kooperation zwischen der Johann-Puppert-Mittelschule Michelau, der Gemeinde Michelau, der Agentur für Arbeit und dem Evangelisch-Lutherischen Dekanat Michelau.

Um die Qualität der öffentlich geförderten beruflichen Bildung zu sichern, hat der Gesetzgeber im April 2012 die „Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung – AZAV“ erlassen. Die eCn-Klasse in Michelau wird seitdem kontinuierlich von der DEKRA Certifiation GmbH auf dieser Basis überprüft und zertifiziert. Damit ist gewährleistet, dass die eCn-Klasse einem hohen Qualitätsstandard entspricht.

Schwerpunkte

Unterricht:

Ziel der eCn-Klasse ist es, den Unterrichtsstoff zu wiederholen und einzuüben, der für das Bestehen des Qualifizierenden Mittelschul-
abschlusses wichtig ist. Während des Praktikums wird die Klasse geteilt. So kann in den Kleingruppen individuell auf die Fragen und Lernschwächen der Schülerinnen und Schüler eingegangen werden.

 

Praktikum:

Die Schülerinnen und Schüler absolvieren in der eCn-Klasse zwei längerfristige Praktika. Während dieser Praktika befinden sich die Schülerinnen und Schüler an zwei Wochentagen im Betrieb. In diesen längeren Erprobungsphasen lernen sie verschiedene Berufsfelder kennen und können so eine realistischere Berufswahl treffen. Darüber hinaus erlernen sie wichtige Schlüsselqualifikationen wie Pünktlichkeit, Ordnung, Verantwortungsgefühl und selbstständiges Arbeiten.

Und auch die Betriebe profitieren von diesem Praktikum, da sie die Jugendlichen kennenlernen und die Stärken und Fähigkeiten der Jugendlichen einschätzen können.

Außerdem werden die Schülerinnen und Schüler während des gesamten Praktikums von der zuständigen Sozialpädagogin begleitet und betreut.

 

Hausaufgabenbetreuung:

An den Unterrichtstagen findet am Nachmittag eine zusätzliche, verbindliche Hausaufgabenbetreuung durch die zuständige Sozialpädagogin statt. Dabei werden die Hausaufgaben erledigt und es wird gezielt für den Abschluss trainiert.

 

Berufsorientierung:

Durch das Praktikum lernen die Schülerinnen und Schüler verschiedene Berufsbilder kennen und können für sich eine realistischere Berufswahl treffen. Hierbei werden sie von der zuständigen Sozialpädagogin begleitet. Diese unterstützt darüber hinaus bei der Erstellung von Bewerbungsmappen und der Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche.
Dieser Teil der eCn-Maßnahme wird durch die Bundesagentur für Arbeit finanziell gefördert.

 

Kooperations- und Förderpartner des Evangelisch-Lutherischen Dekanats Michelau:

  • Johann-Puppert-Mittelschule Michelau
  • Gemeinde Michelau
  • staatl. Schulamt Lichtenfels
  • Bezirksregierung Oberfranken
  • Sparkasse Coburg-Lichtenfels
  • Bundesagentur für Arbeit

 

Kontakte:

Projektleitung:
Lena Stahn, Pädagogin (B.A.)

Tel.: 0 95 71 / 8 96 98 88

Träger:
Evang.-Luth. Dekanat Michelau

Kirchplatz 5
96247 Michelau

Tel.: 0 95 71 / 98 20 20
E-Mail: dekanat.michelau@elkb.de

 

Projektpartner:
Johann-Puppert-Schule Michelau

Alexandra Kober, Rektorin
Bachstraße 28
96247 Michelau

Tel.: 0 95 71 / 80 39
E-Mail: johann-puppert-schule@t-online.de

Sachaufwandsträger:
Gemeinde Michelau

Kirchplatz 26
96247 Michelau

Tel.: 0 95 71 / 9 70 70

Aktuelle Berichte

eCn läuft

Seit einem guten Monat sind die Sommerferien vorbei und die Schülerinnen und Schüler der Johann-Puppert-Grund- und Mittelschule besuchen ihren regulären Unterricht. Unter ihnen gibt es dieses Jahr bereits zum elften Mal eine eCn-Klasse. Die Buchstaben eCn (extra Chance nutzen) sind Programm. Diese stehen für Jungen und Mädchen, welche durch einen zweiten Versuch ihren qualifizierten Hauptschulabschluss nachholen möchten.

An drei Tagen in der Woche ist Unterricht durch den Klassenlehrer Herrn Löffler. In kleinen Gruppen kann der benötigte Quali-Stoff intensiver bearbeitet werden. In der Nachmittagsbetreuung ist Platz für Fragen und das Erledigen der Hausaufgaben. Das Herauskitzeln individueller Fähigkeiten steht ebenso im Fokus, wie das Stärken von Selbstbewusstsein.

An den beiden anderen Tagen schnuppern die Jugendlichen im Ganztagspraktikum in einen möglichen späteren Beruf. Hier können sie ihre Fähig- und Fertigkeiten testen, erproben, erweitern und wunschberufstechnisch ausbauen.

Wer im Praktikum überzeugt, kann mit den pädagogischen Fachkräften am Nachmittag eine aussagekräftige Bewerbung erstellen. Ziel der eCn-Klasse ist nicht nur die Vermittlung von sozialen Kompetenzen und schulischen Inhalten, sondern ebenso die Unterstützung für einen nahtlosen Übergang in das Berufsleben.

10 Jahre sind nicht genug…

Auch dieses Jahr ehrt das Dekanat Michelau zwei Mitarbeiterinnen für ihre 10-jährige, erfolgreiche Tätigkeit in der Schulkindbetreuung.

Frau Birgit Limmer ist als Küchenchefin in Redwitz aus dem Team des Hortes und der Offenen Ganztagesschule nicht mehr wegzudenken. Sie sorgt mit großem Einsatz dafür, dass es den Kindern und Jugendlichen an nicht fehlt und dass sie ihr Mittagessen genießen können.

Frau Stephanie Weiß hat ihr Können und ihre Fähigkeiten bereits an unterschiedlichen Einrichtungen und Orten eingebracht. Aktuell ist Sie bereits seit vielen Jahren als Jugendsozialarbeiterin in Michelau tätig und ist zugleich Vorsitzende der Mitarbeitendenvertretung.

Diese Verdienste und die motivierte, langjährige Arbeit von Birgit Limmer und Stephanie Weiß wurden im Rahmen der jährlichen Schulkindkonferenz gewürdigt. Dekanin Stefanie Ott-Frühwald, der stellvertretenden Leiter der Gesamtverwaltungsstelle Martin Pietz und der pädagogische Leiter Andreas Förster ehrten die engagierten Mitarbeiterinnen.

Die einhellige Meinung war: „Toll, dass beide so engagiert für das Dekanat arbeiten. Auf die nächsten 10 Jahre.“

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