Ökumenische Notfallseelsorge

Notfallseelsorge bietet psychosoziale und seelsorgerliche Begleitung, Betreuung und Beratung für alle Menschen – unabhängig von Konfession, Religion oder Weltanschauung – die unerwartet und plötzlich mit Tod, der Möglichkeit des Todes oder einer für sie existentiellen Notsituation konfrontiert sind.

Beispiele

  • für Angehörige, z.B. nach einer erfolglosen Reanimation, anderen plötzlichen Todesfällen oder bei der Überbringung der Todesnachricht durch die Polizei
  • für unverletzte Betroffene, z.B. bei Evakuierungen (Wohnungsbrand) oder bei Unfällen
  • für Verletzte während der Rettung und in Wartezeiten
  • Beten mit Sterbenden oder mit Angehörigen (z.B. Aussegnung von Verstorbenen)
  • Kontaktvermittlung zu Kirchengemeinden oder Vermittlung von weiteren Hilfsmaßnahmen oder Fachleuten

 

Alarmierung

Die Alarmierung erfolgt grundsätzlich über die jeweilige integrierte Leitstelle, die Feuerwehr oder die Polizei mit folgenden Telefonnummern:

  • 112
  • 110
  • 19222 (diese alte Notrufnummer kann weiterhin genutzt werden)
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Mitarbeiter/innen

Die Notfallseelsorge wird in unserem Landkreis wie fast überall in Deutschland in ökumenischer Zusammenarbeit angeboten. Hauptamtliche und ausgebildete Ehrenamtliche beider Konfessionen übernehmen abwechselnd den einwöchigen Bereitschaftsdienst. Damit steht rund um die Uhr ein/e Notfallseelsorger/in zur Verfügung. Werden in einem Einsatz mehrere Notfallseelsorger/innen gebraucht, können diese über die Rettungsleitstelle aus dem Leitungsteam der PSNV nachalarmiert werden.

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Arbeitsgemeinschaft PSNV
(Psychosoziale Notfallversorgung)

Seit 2011 sind alle Organisationen und Institutionen in unserem Landkreis, die an Einsätzen in Not- und Krisensituationen beteiligt sind, entsprechend staatlicher Vorgaben in einer Arbeitsgemeinschaft PSNV zusammengeschlossen. Die Notfallseelsorge ist damit ein Teil der PSNV geworden, gut vernetzt mit allen anderen Beteiligten (Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst, BRK, DLRG, THW und Katastrophenschutz des Landratsamtes).
Die PSNV bietet neben der Notfallseelsorge (für Betroffene) auch die Möglichkeit der Nachsorge für beteiligte Einsatzkräfte, für den Fall, dass ein Einsatz mit belastenden Erlebnissen verbunden war. Alle in diesem Bereich tätigen Notfallseelsorger/innen arbeiten nach den Standards der Bundesvereinigung SbE (Stressbearbeitung nach belastenden Ereignissen) und sind entsprechend qualifiziert.

Ansprechpartner

Beide Konfessionen stellen jeweils einen Beauftragten, die gemeinsam für die Koordination der Notfallseelsorge und die Begleitung der Ehrenamtlichen Sorge tragen. Beide sind aktuell Mitglieder im Leitungsteam der PSNV.

Simon Croner
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Ev. Beauftragter

Religionspädagoge Simon Croner
Sprecher des Leitungsteams der PSNV
Tel. 09571/8 70 05 17
simon.croner@elkb.de

 

Person
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Kath. Beauftragter

Pastoralreferent Clemens Grünbeck
stellv. Sprecher des Leitungsteams der PSNV
Tel. 0160/7 01 75 01
clemens.gruenbeck@erzbistum-bamberg.de